Supermodel-Cocktail aus den 80ern feiert Comeback: Dein Rezept für den perfekten Espresso Martini

Dürfen wir vorstellen: Espresso Martini – die perfekte Kombination aus Koffein und Erfrischung. Espresso Martini ist ein legendärer Drink aus den 90ern, der zurzeit in vielen Bars eine Wiederauferstehung erlebt. Was aber hatte ein ominöses Supermodel mit seiner Entstehung zu tun und wie mixt du den Drink selbst? Wie du das Trendgetränk ganz einfach und in unter 5 Minuten selbst kreierst, erfährst du mit unserem Rezept für den perfekten Espresso Martini.

Zeiten ändern sich und mit ihr auch sein Geschmack

Wer kennt es nicht: Freitagabend, die Stimmung ist ausgelassen, die Motivation groß, die Bar voll, aber die Augen schwer wie Blei. Was in deinen jungen Jahren vielleicht noch daran lag, dass du schon am Vortag exzessiv gefeiert hast, ist heute wohl eher die Folge eines langen Arbeitstages. Während die Müdigkeit früher zuweilen noch mit einem klebrig-süßen Mix aus Wodka und Energydrink bekämpft wurde (sei ehrlich, so lief es leider oft), scheint die Generation Wodka-E nun glücklicherweise erwachsen geworden zu sein (oder zumindest weniger vulgär) und mit ihr ändert sich auch der Geschmack zum Guten. Espresso Martini feiert endlich sein Comeback. Gut so, wie wir finden – denn er ist nicht nur ein flüssiger Wachmacher, der hervorragend schmeckt, sondern auch einer, der weitaus mehr Stil verkörpert als künstlich-schmeckender Energydrink mit Discounter-Wodka aus nur minder gesäuberten Gläsern einer längst vergessenen Großraumdisco.

Ein Trendcocktail mit Stil aus London

Doch woher stammt der Espresso Martini? Der Legende nach kam Ende der 1980er ein heutiges Supermodel, das damals noch unbekannt war, in die Londoner Fred‘s Bar und orderte einen Drink mit den Worten: „Wake me up, and then fuck me up.“ (zu deutsch: „Mach mich wach und dann hau mich um!“). Barmann Dirk Bradsell, einer der berühmtesten Barkeeper weltweit, der damals in der Fred’s Bar arbeitete, nahm die Dame beim Wort und kreierte in jener Nacht den Espresso Martini. Die Geschichte jedenfalls erzählt der Kult-Barkeeper in einem Interview höchstpersönlich.

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Photo: © Peter Clark

Ob die Geschichte tatsächlich so stattgefunden hat, weiß niemand so genau. Erzählungen zufolge soll es sich bei dem späteren Supermodel um Kate Moss oder Naomi Campbell gehandelt haben – bestätigt ist dies aber nicht. Für Campbell und gegen Moss spricht, dass die beiden Superstars vier Jahre trennen. Ende der 1980er wäre Kate Moss erst 15 Jahre alt gewesen – unwahrscheinlich (aber zu dieser Zeit in London sicherlich nicht ausgeschlossen), dass Bradsell ihr einen Cocktail gemixt hätte. Um wen es sich nun tatsächlich handelte, hat der Erfinder des Espresso Martini nie verraten. Getreu dem Motto: „What happens in my bar stays in my bar.“ Dass der Drink eigentlich nichts mit einem klassischen Martini zu tun hatte, ist nebensächlich. Und so wurde aus Dick Bradsells erstem „Wodka Espresso“ der legendäre „Espresso Martini“.

Mittlerweile ist der Drink-Klassiker als besonderes Highlight auf jeder Cocktailkarte oder Party zu finden und auch in angesagten Bars darf er längst nicht mehr fehlen. Charakteristisch für den perfekten Espresso Martini ist nicht nur sein Martini-Glas, sondern auch sein feinporiger, cremiger Schaum. Mit unserem Rezept gelingt dir der Espresso Martini in unter 5 Minuten:

Notwendiges Zubehör

  • Cocktail-Shaker
  • Kaffeemaschine für die Zubereitung des Espresso, idealerweise eine Siebträgermaschinen oder ein Kaffeevollautomat
  • Martini-Gläser

Zutaten für einen Espresso Martini

  • 2-3 Eiswürfel
  • 4 cl Wodka
  • 3 cl Kaffeelikör
  • 3 cl Espresso
  • 0,5 cl Zuckersirup
  • 3 Espressobohnen

5 Steps der Zubereitung

  1. Lege dein Martini-Glas vorab in das Eisfach, damit das Getränk später kühl bleibt und das Glas schön frostet
  2. Fülle ca. drei Eiswürfel in einen Cocktail-Shaker. Gib nun Wodka, Kaffeelikör, Espresso und den Zuckersirup hinzu. Alles zusammen nun ca. 15-20 Sekunden ordentlich schütteln, sodass ein feinporiger Schaum entsteht.
  3. Nimm nun die Eiswürfel im Anschluss wieder aus dem Martini-Glas (aus Schritt 1).
  4. Gieß den Cocktail nun durch ein Sieb in ein formschönes Martini-Glas.
  5. Für das Finish garnierst du deinen Espresso Martini zuletzt mit drei Espressobohnen – Fertig!

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Qualität führt zum Erfolg

Wie immer gilt: Für einen besonderen Geschmack solltest du ausschließlich qualitativ hochwertige Zutaten verwenden. Guter Kaffeelikör und Wodka sind das eine, noch wichtiger ist jedoch die Wahl des Espresso.

Nicht umsonst gilt ein klassischer, italienischer Espresso als eines der beliebtesten Kaffeegetränke weltweit. Ob morgens nach dem Frühstück, mittags nach dem Lunch oder als wohltuender Abgang nach dem Abendessen. Der kleine Koffeinkick ist längst ein dauerhafter Kaffeetrend. Damit dein Espresso im Espresso Martini ausgewogen und nicht zu bitter oder intensiv schmeckt, solltest du ausbalancierte Espressi mit einer mittleren Stärke verwenden. Am besten eignen sich dafür Arabica-Espresso-Bohnen, da diese von Natur aus feinere Aromen und Geschmacksnoten besitzen und weniger intensiv sind. Die perfekte Basis für deinen Espresso Martini.

Der Fake-Martini

Als echten Martini kann man den Espresso Martini natürlich nicht bezeichnen. Dafür fehlt ihm der für Martini typische trockene Wermut. Aber warum dann Martini? Seinen Namen verdankt der Espresso Martini eigentlich nur dem typischen formschönen Martini-Glas, auch Cocktailspitz genannt, in dem er meistens serviert wird. Uns reicht das vollkommen aus und wir sind begeistert vom Comeback des Supermodel-Drinks.

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